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Aug

25

PLM/ERP Integration out of the Box

Der Titel klingt verlockend, gemeint ist jedoch
outside-of-the-Box-thinking in der Art wie zwei Systeme gekoppelt werden. Althergebrachte Methoden mit Dateiaustausch sind im Vergleich zu moderneren Wegen langsam, fehleranfällig und mitunter pflegeintensiv. Moderne Kopplungen sparen den Overhead, der schon alleine durch Dateiaustausch verursacht wird, durch tiefere Integration mit Datenbank-zu-Datenbank Kommunikation, der Nutzung von Webservices und Ad-Hoc Bereitstellung der Daten ohne doppelte Datenhaltung.

Ist Ihnen die obige Konstellation aus Ihren Kopplungen bekannt oder planen Sie eine Kopplung ihrer Systeme in Zukunft ……. dann lesen Sie weiter

Der klassische Weg

Um Daten zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen gibt es unzählige Möglichkeiten.
Der kleinste gemeinsame Nenner für feldbasierte Daten ist die Textdatei, üblicherweise in Form der csv, die optimaler Weise gemäß rfc4180 formatiert ist.

Die vermeintliche Einfachheit kann aber trügen. Wenn man getreu des „Beamten-Dreisatz“[1] verfährt und auf csv baut, schleppt man u.U. Technologie des letzten Jahrhunderts mit.

Es muss nicht immer csv sein.

Modernere Methoden der Anbindung umgehen Probleme wie z.B. die Verzögerung durch polling-Intervalle, das Erstellen von Semaphore-Dateien, die den zeitgleichen Zugriff auf Dateien verhindern sollen oder Datenfluktuation durch große Mengen Zeichnungs- oder Modelldateien die in Verzeichnissen liegen. Auch Securityloopholes die z.B. durch Computerkonten in Freigaben entstehen können sind unerwünschte Nebenerscheinungen der klassischen Methode per Fileaustausch.

Was sind die geeigneten Methoden um meine Systeme zu koppeln?

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Holder S1090 Bildquelle: Max Holder GmbH

Das lässt sich nicht pauschal sagen, da es wieder ein gemeinsamer Nenner der beteiligten Systeme sein muss. Wenn beide Datenbanken auf der gleichen Plattform (Oracle / MSSQL) laufen oder zumindest odbc fähig sind, so ist mitunter eine Integration der Systeme auf einer relativ tief angesiedelten Ebene möglich. Dies kann im Optimalfall soweit gehen, dass Daten nicht mehr von einer Datenbank z.B. PDM/PLM in eine andere Datenbank z.B. ERP kopiert werden, sondern dass das ERP System die vom Client angeforderten Daten direkt aus der PLM Datenbank liest und transparent dem User zur Verfügung stellt.

Direkte Datenbank zu Datenbank Kommunikation

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Vorschaubild in appplus Max Holder GmbH

Mit dieser Strategie haben PDSVision und asseco solutions AG eine Anbindung zwischen PTC® Creo Elements/Direct Model Manager und APplus beim gemeinsamen Kunden, der Max Holder GmbH, realisiert. Bei dem Hersteller von Spezialfahrzeugen für den Einsatz in Kommunen und im Weinbau sind die Rahmenbedingungen ideal, da beide Systeme offen sind und auf der gleichen Plattform (MSSQL) basieren. Die Benutzer haben direkt im ERP System APplus die relevanten Daten inklusive 2D und 3D Viewingformate aus der Datenbank des Model Managers im (lesenden) Zugriff – live und direkt. Verzögerungen, wie man sie von filebasierten Schnittstellen kennt sind damit kein Thema. Per Webservice-Technologie stellt APplus direkt im CAD-System Creo Elements/Direct Modeling die Artikelnummervergabe bei Neuanlage eines Teils zur Verfügung. Separate Nummernbereiche, die im PLM-System zugewiesen werden sind somit hinfällig.

Webservices als offene, einfache Schnittstelle

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Bild: PVZ Datei als Viewing Format Schröder Group

Wenn eine direkte Datenbank zu Datenbank Kommunikation nicht das Mittel der Wahl ist, können z.B. Webservices eine gangbare Methode mit niederen Hürden sein. Die Kommunikation findet wieder live und ohne filebasierten Transfer statt. So wurde z.B. mit abas erp bei der Schröder Group - einem der führenden Anbieter für Maschinen zum Biegen, Schwenkbiegen, Schneiden, Sicken, Bördeln und Rundbiegen von Blechen aller Art – eine Integration realisiert, die über Webservices Daten von abas an Model Manager überträgt und im Gegenzug den direkten Zugriff auf Viewing Formate für verschiedene 2D und 3D Daten (pdf, dxf, pvz, step) aus abas über angepasste Model Manager Webservices ermöglicht. Auch hier wieder live und direkt aus dem Ursprungssystem ohne redundante Dateien.

Modulare Verfügbarkeit

Über Webservices lässt sich insbesondere bei heterogenen Systemen die Interoperabilität schrittweise erhöhen. Jeder Webservice kann mit einer originären Aufgabe betraut werden und über diese auch mehrere anfragende Systeme verbinden, wenn z.B. neben dem ERP auch das QMS oder SLM System Zugriff auf Daten aus dem PLM System benötigt.

Interesse

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann melden Sie sich bitte zu einem unverbindlichen Informationsgespräch.

Viele Güße
Uli Aichholz

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